Tauchausflug zum Adolfosee am 12. Juni 2011 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Sonja   


Wenn unser Sportwart Klaus an die Tauchgewässer ruft, ziehen wir doch gerne die handliche Tauchausrüstung nebst Picknickdecke und Verpflegung  unter leisem Fluchen hinter uns her, dieses Mal zum Adolfosee. Zwei besonders sportliche Vereinsmitglieder bogen jedoch bereits schwitzend – weil in kompletter Montur – um die Ecke und behaupteten, den Weg von zu Hause gejoggt zu sein, was ich allerdings nicht glaube. 

Dem Aufruf zu diesem Tauchausflug waren – und darauf kann man inzwischen Wetten abschließen – Erinnerungsmails gefolgt, die an die gültige Tauchtauglichkeit mahnten und mich wieder mit der Frage zurücklassen, ob es im Verein tatsächlich noch verwegene Naturen gibt, die sich ohne diese auch nur in die Nähe eines Gewässers trauen würden. 

Dieses Mal, und erwartungsgemäß bei strahlendem Sonnenschein und lauen Temperaturen, war das Ziel der Adolfosee in Hückelhoven-Anrath. Eine taucherische Herausforderung, verglichen mit unserem Bösi. Ein besonderes Merkmal des Sees sind seine vielen Bodenwellen, die häufig quer zum Ufer verlaufen und allen Kompassmuffeln, die sich sicherheitshalber lieber nur an der Uferböschung orientieren, das Leben schwermachen. Denn tauchen im Adolfosee ist eher wie Bergsteigen, bergauf und bergab, obwohl man eigentlich nur geradeaus schwimmen will. (Es empfiehlt sich, und hier spreche ich aus Erfahrung, dieses topografische Wissen besonders bei Nachttauchgängen parat zu haben, falls man sich alle paar Meter unerklärlicherweise im Schlamm oder Sand wiederfindet.)

Hatte man nach einigem Suchen eine Stelle im See gefunden, die noch nicht von der großen Anzahl der Taucher durchpflügt worden war, konnte man sich über den üblichen Fischbestand freuen. Hechte, große Flussbarsche, Rotfedern und viele Jungfischschwärme tummelten sich im See, die jedoch schon etwas verschreckt wirkten und schnell davon schwammen. Surrealistisch wirkte die streckenweise weihnachtliche Unterwasserstimmung, hervorgerufen durch die heftige Algenblüte, die in ihrer Fülle wie Schneefall wirkte. Nachträglich erreichte mich eine Meldung, nach der tatsächlich einer DER Welse gesichtet worden sein soll, DER für viele überhaupt der Grund ist, in den Adolfosee zu steigen, aber durch das heftige „gemelme“  des Buddys nicht mehr zu fotografieren war. Leider lässt sich der Wahrheitsgehalt dieser Aussage nicht mehr belegen – aber die Lebensweisheit: „Einer muss ja an allem Taucherelend schuld sein!“ Alternativ können wir jedoch eine Menge Unterwasserbilder betrachten, die die harte Arbeit von Sabine und Thomas auf ihrem Weg zu Silbertauchern dokumen-tieren: Bojensetzen, Wechselatmung, Orientierung, und das alles mit einem zuversichtlichen Lächeln im Gesicht!

Der nächste Lockruf unseres Sportwartes wird im Juli erschallen, dann dürfen wir unsere Ausrüstung bis Panheel bewegen und vielleicht wird sich ja wieder ein ähnliches Rekordergebnis an aktiven  Vereinsmitglieder am Wasser einfinden; ob unsere joggenden Kollegen allerdings auch diese Strecke bewältigen werden, ich glaube weiterhin nicht daran. Aber das macht auch nichts, denn eigentlich gibt es nur eine einzige relevante Frage: Ist eure Tauchtauglichkeit noch gültig?

 Weitere Eindrücke zum Ausflug findet Ihr in der Bildergalerie.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. April 2012 um 17:43 Uhr