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Das
Motto des Tauchausflugs konnte nur lauten: "Nur die Harten kommen in den
Garten". Aber der Reihe nach. Der
Wetterbericht drohte schon mit taucherunfreundlichen Temperaturen begleitet von
Regen. Dies konnte jedoch die kleine Truppe von sechs Tauchern, die sich am
Sonntag um 08:30 Uhr , also kurz nach Mitternacht, am Clubheim traf nicht von
einem Ausflug nach Panheel abhalten.
Nach
knapp einer Stunde fahrt kamen wir am Parkplatz Boschmolenplas Panheel an, wo
wir überrascht wurden. Denn der Parkplatz war doch sehr voll und so wurde
erstmal eine Parkmöglichkeit gesucht. Nach
dem Zusammenbau der Geräte und dem unumgänglichen Umziehen (nur die Harten
kommen in den Garten) teilte Reinhard, der Organisator des Ausflugs, die
Gruppen ein und es konnte zum ersten Tauchgang gehen.

Wurde
beim Briefing noch von schlechter Sicht und vielen Tauchern im See gesprochen,
duften wir uns nach dem Abtauchen über eine Sicht von 4m freuen. Auch in die
Quere kommende Taucher waren nicht vorhanden. Dafür gab es aber reichlich
Jungfische. Weiter ging es an diversen Sehenswürdigkeiten des Sees vorbei. Was
Nichttaucher als Müllverschmutzung bezeichnen würden, sind für uns Taucher
oftmals die Highlights in einem See. Ansammlungen von Reef-Balls in denen
normalerweise dicke Krebse sitzen, hier leider ohne Krebsbewohner, die Krebse
sollten aber später noch kommen, waren die ersten Anlaufstellen. Als nächstes
kam ein kleines Ruderboot, so wie es in keinem See fehlen darf. Weiter ging es
an Ausbildungsplattformen vorbei, wo mal wieder Tauchanfänger von Tauchlehrern
zu allerlei unsinnigen Handlungen genötigt wurden. Als letzte Sehenswürdigkeit
kamen wir zum "Piratenschiff". Dies ist ein selbstgebautes halbes
Schiff, welches als Tauchattraktion im See auf rund 11m Tiefe versenkt wurde.
Ins Schiff sind wir auf dem Kanonendeck eingetaucht. Dass die Form der
Bootskanonen stark an Tauchflaschen erinnern kann nur ein Zufall sein. Durch
eine Öffnung ging es nach oben in die Kapitänskajüte von da aus vorbei am
Steuerstand mit Steuerrad wieder raus auf das Deck. Auf dem Rückweg zum
Einstieg kamen wir noch an Krebsen vorbei, die sich in selbstgebauten Höhlen
versteckt hatten und auf Beute warteten. Kurz vor dem Einstieg sahen wir
wirklich andere Taucher, die wild am gestikulieren waren. Bei genauerem
Hinsehen hatten die auch allen Grund. Zwei richtig fette Karpfen schwammen in
aller Selenruhe an uns vorbei.
Wieder
an Land wurde sich erstmal aus dem nassen Neopren geschält und man durfte mit
nacktem Oberkörper im Nieselregen stehen (nur die Harten kommen in den Garten).
Also Mütze auf, Pulli an und die Gummiclogs mit den dicken Socken angezogen.
Letzteres sah zwar extrem Scheisse aus, aber erstens war es warm und zweitens
waren wir in Holland und da laufen angeblich alle so rum.

Während
der Oberflächenpause hatte das Wetter dann auch ein wenig Einsicht und der
Regen wurde größtenteils eingestellt. Der mitgenommene Kakao wärmte von innen,
so dass bald für die zweite Tauchrunde die Ausrüstung angelegt wurde. Also hieß
es wieder rein in die nassen und kalten Tauchanzüge (nur die Harten kommen in
den Garten) Jacket angezogen und rein in die Fluten. Zu Beginn des Tauchgangs
wurden wir wieder von zahlreichen Jungfischen, der gemeine Biologe spricht von
Schwärmen, begrüßt. Weiter ging es zu einem versunkenen Segelboot. Dies war
kein Selbstbau sondern ein echtes Boot welches wohl absichtlich versenkt wurde.
Das Boot ist ca. 6m lang und hat eine kleine Kajüte, in der zahlreiche
Zackenbarsche sich heimisch fühlen. Anschließend kamen wir an zwei Schatztruhen
vorbei und es ging über zahlreiche Sandbänke in unterschiedlichen Höhen zu
einer Steilwand. Hier war zwar kaum Pflanzenbewuchs oder Fischbestand
vorhanden, aber die bizarre Unterwasserlandschaft, ausgeleuchtet mit unseren Lampen,
war einfach nur beeindruckend. Bei einer Tiefe
von 14m und einer Wassertemperatur von 7°C (nur die Harten kommen in den
Garten), traten wir den Rückweg an. Diesmal gab es leider keine großen Karpfen,
dafür fanden wir noch das Flugzeug, welches sich bei genauerer Betrachtung als
ehemaliges Spielplatzgerät entpuppte.
An
Land angekommen schnell das Gerät zerlegt, rein in die warmen Klamotten und ab
in das warme Haus, wo Füllstation und Imbiss zur Verfügung stehen (Einmal wird
man doch Weichei sein dürfen).
Als
nächstes steht unser Tauchausflug zum Rursee am 14.08.an, bei dem das Wetter
hoffentlich gnädiger mit uns ist.
Für
2012 hoffen wir auf eine Wiederholung des Panheel-Ausflugs, dann aber mit
besserem Wetter, so dass nicht nur die Harten aus dem Garten dabei sind.

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