Rückblick: Panheel am 24. Juli 2011 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Seine Druchlaucht, Sportwart Klaus I.   

 

Das Motto des Tauchausflugs konnte nur lauten: "Nur die Harten kommen in den Garten". Aber der Reihe nach. Der Wetterbericht drohte schon mit taucherunfreundlichen Temperaturen begleitet von Regen. Dies konnte jedoch die kleine Truppe von sechs Tauchern, die sich am Sonntag um 08:30 Uhr , also kurz nach Mitternacht, am Clubheim traf nicht von einem Ausflug nach Panheel abhalten.

 

Nach knapp einer Stunde fahrt kamen wir am Parkplatz Boschmolenplas Panheel an, wo wir überrascht wurden. Denn der Parkplatz war doch sehr voll und so wurde erstmal eine Parkmöglichkeit gesucht. Nach dem Zusammenbau der Geräte und dem unumgänglichen Umziehen (nur die Harten kommen in den Garten) teilte Reinhard, der Organisator des Ausflugs, die Gruppen ein und es konnte zum ersten Tauchgang gehen.

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Wurde beim Briefing noch von schlechter Sicht und vielen Tauchern im See gesprochen, duften wir uns nach dem Abtauchen über eine Sicht von 4m freuen. Auch in die Quere kommende Taucher waren nicht vorhanden. Dafür gab es aber reichlich Jungfische. Weiter ging es an diversen Sehenswürdigkeiten des Sees vorbei. Was Nichttaucher als Müllverschmutzung bezeichnen würden, sind für uns Taucher oftmals die Highlights in einem See. Ansammlungen von Reef-Balls in denen normalerweise dicke Krebse sitzen, hier leider ohne Krebsbewohner, die Krebse sollten aber später noch kommen, waren die ersten Anlaufstellen. Als nächstes kam ein kleines Ruderboot, so wie es in keinem See fehlen darf. Weiter ging es an Ausbildungsplattformen vorbei, wo mal wieder Tauchanfänger von Tauchlehrern zu allerlei unsinnigen Handlungen genötigt wurden. Als letzte Sehenswürdigkeit kamen wir zum "Piratenschiff". Dies ist ein selbstgebautes halbes Schiff, welches als Tauchattraktion im See auf rund 11m Tiefe versenkt wurde. Ins Schiff sind wir auf dem Kanonendeck eingetaucht. Dass die Form der Bootskanonen stark an Tauchflaschen erinnern kann nur ein Zufall sein. Durch eine Öffnung ging es nach oben in die Kapitänskajüte von da aus vorbei am Steuerstand mit Steuerrad wieder raus auf das Deck. Auf dem Rückweg zum Einstieg kamen wir noch an Krebsen vorbei, die sich in selbstgebauten Höhlen versteckt hatten und auf Beute warteten. Kurz vor dem Einstieg sahen wir wirklich andere Taucher, die wild am gestikulieren waren. Bei genauerem Hinsehen hatten die auch allen Grund. Zwei richtig fette Karpfen schwammen in aller Selenruhe an uns vorbei.

Wieder an Land wurde sich erstmal aus dem nassen Neopren geschält und man durfte mit nacktem Oberkörper im Nieselregen stehen (nur die Harten kommen in den Garten). Also Mütze auf, Pulli an und die Gummiclogs mit den dicken Socken angezogen. Letzteres sah zwar extrem Scheisse aus, aber erstens war es warm und zweitens waren wir in Holland und da laufen angeblich alle so rum.

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Während der Oberflächenpause hatte das Wetter dann auch ein wenig Einsicht und der Regen wurde größtenteils eingestellt. Der mitgenommene Kakao wärmte von innen, so dass bald für die zweite Tauchrunde die Ausrüstung angelegt wurde. Also hieß es wieder rein in die nassen und kalten Tauchanzüge (nur die Harten kommen in den Garten) Jacket angezogen und rein in die Fluten. Zu Beginn des Tauchgangs wurden wir wieder von zahlreichen Jungfischen, der gemeine Biologe spricht von Schwärmen, begrüßt. Weiter ging es zu einem versunkenen Segelboot. Dies war kein Selbstbau sondern ein echtes Boot welches wohl absichtlich versenkt wurde. Das Boot ist ca. 6m lang und hat eine kleine Kajüte, in der zahlreiche Zackenbarsche sich heimisch fühlen. Anschließend kamen wir an zwei Schatztruhen vorbei und es ging über zahlreiche Sandbänke in unterschiedlichen Höhen zu einer Steilwand. Hier war zwar kaum Pflanzenbewuchs oder Fischbestand vorhanden, aber die bizarre Unterwasserlandschaft, ausgeleuchtet mit unseren Lampen, war einfach nur beeindruckend. Bei einer Tiefe  von 14m und einer Wassertemperatur von 7°C (nur die Harten kommen in den Garten), traten wir den Rückweg an. Diesmal gab es leider keine großen Karpfen, dafür fanden wir noch das Flugzeug, welches sich bei genauerer Betrachtung als ehemaliges Spielplatzgerät entpuppte.

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An Land angekommen schnell das Gerät zerlegt, rein in die warmen Klamotten und ab in das warme Haus, wo Füllstation und Imbiss zur Verfügung stehen (Einmal wird man doch Weichei sein dürfen).  

Als nächstes steht unser Tauchausflug zum Rursee am 14.08.an, bei dem das Wetter hoffentlich gnädiger mit uns ist.

Für 2012 hoffen wir auf eine Wiederholung des Panheel-Ausflugs, dann aber mit besserem Wetter, so dass nicht nur die Harten aus dem Garten dabei sind.

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 07. April 2012 um 17:45 Uhr